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60 Jahre MICKY MAUS-MAGAZIN: Jedes Heft eine internationale Co-Produktion

Es ist im Zeitalter von iPad, Photoshop und digitalen Grafikprogrammen kaum vorstellbar, aber: Die Comics des MICKY MAUS-MAGAZINS werden Story für Story, Seite für Seite und Bild für Bild von Hand auf Pappe gezeichnet wie damals in den Fünfziger Jahren. Allerdings nicht in beim Ehapa Verlag in Berlin – hier entstehen nur die Magazin-Elemente des Heftes wie z.B. Schwerpunktthemen, die Rätselseite, Leserbriefe und natürlich der Titel.

Eine internationale Mannschaft für die Maus

Die Comics dagegen werden über den ganzen Globus verteilt produziert. „Manche Zeichner sitzen in Amerika, viele auch im spanischen und italienischen Raum. Dazu kommen dann Autoren z.B. aus Costa Rica oder Chile“, berichtet MICKY MAUS-Chefredakteur Peter Höpfner. Die Aufträge dazu kommen aus der „zentralen Comicschmiede“ des Egmont-Konzerns in Kopenhagen. Hier melden die Redaktionen der verschiedenen Länderausgaben ihre Wünsche an – auch Peter Höpfner und sein Berliner Team. „In einer großen Jahresplanung legen wir fest, welche Comic-Highlights wir im nächsten Jahr haben wollen - in 2012 ist das z.B. definitiv eine Geschichte zur Fußball-Europameisterschaft. Und es starten nächstes Jahr ein paar interessante Kinofilme, die für unsere Zielgruppe interessant sind, z.B. Men in Black. Dazu wünsche ich mir eine schöne Parodie mit Micky und Goofy. Darüber hinaus gibt es natürlich saisonale Themen, also Winter-Comics, Weihnachts-Comics, Halloween-Comics, Sommerferien-Comics,…. Und es gibt eine bestimmte Produktformel: Für eine MICKY MAUS-Ausgabe brauchen wir im Schnitt fünf bis sieben Geschichten; die lange immer mit Donald und der Duck-Familie, eine längere mit Micky Maus, dazu zwei kürzere Füllgeschichten mit Nebenfiguren wie den Panzerknackern oder Gundel Gaukelei und am Ende meist eine lange Abenteuer- oder Fortsetzungsgeschichte. Anhand dieser Eckdaten beauftragen wir in Kopenhagen die Geschichten.“

Auch regionale Themen sind möglich

Die Comics werden international verwertet. Deshalb muss aber nicht auf aktuelle Themen mit lokalem Bezug verzichtet werden: „Wenn ich eine Geschichte zum Bundestagswahlkampf machen möchte, dann geht es z.B. um einen Donald und einen Gustav, die um das Amt des Bürgermeisters in Entenhausen wetteifern. Wenn dann im Hintergrund auf einer Plakatwand Merkel und Westerwelle im Comicstil ein bisschen persifliert werden und die Texte ein paar  Wahlkampfslogans karikieren, dann ist das für Erwachsene in Deutschland sehr witzig. Für Kinder und genauso für Leser in Norwegen und Dänemark, wo der Comic vielleicht auch gedruckt wird, ist es unabhängig von den aktuellen Bezügen einfach nur eine nette Geschichte. Wenn man die Stories so eintütet, funktionieren sie überall.“

Jede MICKY MAUS Ausgabe besteht zu 75 Prozent aus neuen Geschichten. Dazu kommen Comics aus dem Fundus: „Carl Barks, der größte Entenzeichner aller Zeiten, hat 6.400 Seiten für den Disney-Kosmos gezeichnet - es wäre schade, wenn man das nicht nutzen würde“, sagt Höpfner. „Wir haben eine sogenannte „Quarantäne“ von sieben, acht Jahren – dann ist eine Lesergeneration aus der MICKY MAUS herausgewachsen und man kann eine Geschichte nachdrucken.“ Dass eine Geschichte älter ist als eine andere, fällt nicht auf, weil ohnehin in jedem Heft verschiedene Zeichner und damit auch Stile vertreten sind. „Noel van Horn z.B., ein Amerikaner, zeichnet sehr klassisch und schlicht, mit wenig Hintergründen und kaum Feinheiten. Der amerikanische Starzeichner Don Rosa hingegen hat seine Bilder überladen mit Kleinigkeiten, da gibt es immer unglaublich viel zu entdecken. Das sind einfach komplett unterschiedliche Stile, die Abwechslung vermitteln. Und es hat noch nie jemanden gestört – zumal die Geschichten dann auch wirklich exzellent sind.“


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(is) 26.08.2011





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