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Bild der Frau führt den Markt weiterhin an

Durch die Reform der Ehastra-Objektgruppen, die seit Anfang April dieses Jahres umgesetzt wird, kommt es insbesondere im weiten Feld der Frauenzeitschriften zu deutlichen Veränderungen. Eine davon betrifft die Titel, die in wöchentlichem Erscheinungsrhythmus herausgegeben werden. Hier gab es vor der neuen Strukturierung der Titel zwischen den Untergruppen 12-10 (Frauenzeitschriften wöchentlich), 12-23 (Unterhaltung, Freizeit) sowie 12-24 (Yellow, Adel) sehr unscharfe Grenzziehungen. Viele der Titel hätten – gemessen an inhaltlichen Kriterien - auch anderen Untergruppen zugeordnet werden können als jenen, für die die betreffenden Verlage sich entschieden.

Mit der Reform ist die Gliederung plausibler geworden. Die Differenzierung der Wochentitel unter den Frauenzeitschriften zwischen jenen, die eher ratgebenden Charakter haben und sich mit Themenfeldern wie Diäten, Kochen, Mode, Partnerschaft, Gesundheit befassen, einerseits und andererseits jenen, die die Berichterstattung aus der Welt des Adels und der Prominenz in den Vordergrund rücken, wird in der Objektgruppenstruktur widergespiegelt. Jene – in der Branche auch Women’s Weeklies genannt – sind nun in der Objektgruppe 18-11 (Frauen, Unterhaltung aktuell, Untergruppe Frauen wöchentlich) versammelt. Diese bilden die Objektgruppe 18-12 (Frauen, Unterhaltung aktuell, Untergruppe Unterhaltung wöchentlich). Dafür entfallen sind die erwähnten Untergruppen 12-23 und 12-24.

So ganz sortenrein ist die neue Objektgruppe der wöchentlich erscheinenden Frauenzeitschriften (18-11) indes nicht; auch die Neue Post aus der Bauer Media Group ist hier zu finden, die nach inhaltlichen Kriterien eher den wöchentlich erscheinenden Unterhaltungstiteln zuzuordnen wäre, in der sich Wettbewerbstitel wie Das Goldene Blatt, Neue Welt und Frau im Spiegel aus der Funke Mediengruppe, Frau mit Herz aus der Mediengruppe Klambt und dergleichen mehr tummeln.

Geringerer Verkaufsrückgang als der Gesamtmarkt

Die Absatzentwicklung der Objektgruppe 18-11 insgesamt folgte im zweiten Quartal 2019 in etwa dem allgemeinen Markttrend der Publikumszeitschriften. Diesen gingen 5,2 Prozent der Verkaufsauflage verlustig, mit 4,8 Prozent fiel der Rückgang der wöchentlich erscheinenden Frauenzeitschriften geringfügig milder aus.

Typisch für diese Objektgruppe ist der hohe Anteil, den der Einzelverkauf zum Absatz beiträgt, während das Abonnement eine deutlich geringere Bedeutung hat. Die teils sehr geringe Zahl der Abonnements führt bei einzelnen Titeln dazu, dass eigentlich überschaubare Differenzen gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum gelegentlich spektakuläre Veränderungsraten erzeugen, so etwa bei Lea aus der Mediengruppe Klambt und insbesondere bei Frau im Trend von Hubert Burda Media.

Unangefochtener Marktführer des Segments bleibt Bild der Frau aus der Funke Mediengruppe, und dies, obwohl der Titel im Einzelverkauf mit einem Absatzverlust von acht Prozent den in absoluten Zahlen höchsten EV-Rückgang hinnehmen musste.

Entwicklung der EV-Auflage der wöchentlich erscheinenden Frauenzeitschriften (OG 18-11) im zweiten Quartal 2019

TitelVerkaufte Auflage
Q2/2019
zu
Q2/2018
EV
Q2 2019
zu
Q2/2018
Bild der Frau 619.406 -6% 457.262 -8%
Neue Post 479.782 -3% 395.676 -3%
Tina 298.881 -4% 210.950 -3%
Lisa 206.094 -5% 126.150 -2%
Frau im Trend 193.896 -10% 159.905 -13%
Frau aktuell 126.395 -2% 66.613 -5%
Alles für die Frau 124.913 -2% 121.185 -2%
Lea 106.718 -7% 102.457 -7%
Laura 96.761 0% 86.444 0%
Frau von Heute 83.961 -11% 82.996 -12%
Bella 71.091 -6% 56.311 -5%
Gesamt2.407.898 -5% 1.865.949 -6%

Quelle: IVW, eigene Berechnung. © Presse Fachverlag 2019





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(sgo) 16.08.2019





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