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Studie: Paketmarkt gewinnt weiterhin an Bedeutung

McKinsey schätzt, dass im Jahr 2025 mehr als 50 Prozent des weltweiten B2C-Paketvolumens von den Händlern selbst abgewickelt wird. Amazon baut in vielen Ländern eigene Logistiknetzwerke auf. Hier im Bild Neufahrzeuge für die US-Flotte. Foto: Daimler AG

McKinsey schätzt, dass im Jahr 2025 mehr als 50 Prozent des weltweiten B2C-Paketvolumens von den Händlern selbst abgewickelt wird. Amazon baut in vielen Ländern eigene Logistiknetzwerke auf. Hier im Bild Neufahrzeuge für die US-Flotte. Foto: Daimler AG

240 Milliarden Euro schwer ist der weltweite Paketmarkt laut einer neuen Studie von McKinsey. Für die Analyse mit dem Titel „The endgame for postal networks. How to win in the age of e-commerce“ hat die Unternehmensberatung die Paketmärkte in 17 Ländern untersucht und bekannte Megatrends mit neuen Zahlen untermauert. Allen voran: Der Boom des Onlinehandels hält an: Laut der Studie wird der weltweite Markt bis zum Jahr 2030 jährlich um zehn Prozent wachsen – und damit fünfmal schneller als der stationäre Handel. Der Anteil des Onlinehandels werde von heute neun Prozent auf dann 25 bis 30 Prozent steigen.

Das anhaltende Wachstum des E-Commerce hat natürlich auch Folgen für den Paketmarkt, der McKinsey zufolge aktuell ein Volumen von 240 Milliarden Euro erreicht hatte. Daran hatte allein die Paketzustellung an Endkunden einen Anteil von mehr als 103 Milliarden Euro. Die Folge: Auch die Onlinehändler selbst drängen immer stärker auf die letzte Meile „Um das große Potenzial im weltweiten Markt für E-Commerce-Logistik konkurrieren derzeit Postunternehmen, Logistiker und Online-Händler“, sagt Florian Neuhaus, Partner und Logistik-Experte bei McKinsey.

Laut McKinsey vereinen die größten globalen Onlineplattformen heute 40 Prozent aller Onlinekäufe weltweit. Zudem bauen die Händler ihre eigenen Logistikangebote stärker aus: 2025 würden die Händler voraussichtlich mehr als 50 Prozent des weltweiten B2C-Paketvolumens selbst abwickeln.

Weil gleichzeitig die Briefmärkte kontinuierlich schrumpfen, erhöhe sich der Druck auf die klassischen Postgesellschaften. Zwar erwirtschaften die Postunternehmen laut McKinsey derzeit noch 40 Prozent ihres weltweiten Umsatzes mit dem Briefgeschäft, allerdings habe das Sendungsvolumen im Briefbereich in allen großen Märkten im Vergleich zu den Höchstwerten um 30 Prozent abgenommen: Im Jahr 2005 habe das Verhältnis von Brief zu Paket im Gesamtmarkt noch bei 20:1gelegen – heute liege es bei 4:1. 2025 werden nach McKinsey-Prognosen genauso viele Pakete wie Briefe verschickt.



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(jf) 21.06.2019





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