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Nachhaltigkeits-Check für Getränkeverpackungssysteme

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC (PricewaterhouseCoopers AG) hat im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe e. V. & DUH Umweltschutz‐Service GmbH einen ersten umfassenden Nachhaltigkeits-Check für Getränkeverpackungssysteme erstellt.

Eines der wichtigsten Ergebnisse der Studie "Mehrweg- und Recyclingsysteme für ausgewählte Getränkeverpackungen aus Nachhaltigkeitssicht" ist, dass die klassische Mehrwegflasche Einweg-Getränkeverpackungen nicht nur ökologisch, sondern unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten auch ökonomisch und sozial deutlich überlegen ist. Die beiden Pfandsysteme erweisen sich zudem als nachhaltiger im Vergleich zur Sammlung von Einweg-Getränkeverpackungen in so genannten dualen Systemen („Grüner Punkt“).

Die aufwändige Untersuchung vergleicht umfassend die ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen der drei wesentlichen Rücknahme- und Recyclingsysteme für Getränkeverpackungen: Mehrwegflaschen sowie Einweggetränkeverpackungen, auf die jeweils Pfand erhoben wird, und das Grüner-Punkt-System. Berücksichtigt werden alle Stufen der Wertschöpfung – von der Abfüllung über die Distribution und Rücknahme bis zur Wiederbefüllung bzw. Verwertung oder Entsorgung. In die Bewertung fließen Faktoren wie zum Beispiel Ressourcenverbrauch, Recyclingquoten, Recyclingqualität, Systemkosten, Beschäftigungseffekte und die Vermüllung der Landschaft, das so genannte Littering, ein.

Um die politisch gewünschte Quote aus Mehrweg- und ökologisch vorteilhaften Einwegverpackungen von 80 Prozent am Gesamtmarkt zu erreichen, wird eine eindeutigere, verbraucherfreundlichere Kennzeichnung von Mehrweg- und Einweggetränkeverpackungen als ein wichtiger erster Schritt gefordert. Am wirksamsten allerdings sei laut Studie einerseits die Einbeziehung weiterer Getränkesegmente (z.B. Fruchtsaft) in die Pfandpflicht und andererseits eine Lenkungsabgabe auf ökologisch nachteilige Verpackungen. Auf diese Weise könnten sich die ökologisch nachteiligen Auswirkungen der Einwegverpackungen in den Preisen niederschlagen und das Kaufverhalten der Konsumenten zu Gunsten der umweltfreundlicheren Alternative beeinflussen. Voraussetzung für die Akzeptanz einer solchen Lenkungsabgabe sei, dass die Erlöse in die Optimierung des Mehrweg- und Recyclingsystems fließen.

Die Untersuchung umfasst mehr als 400 Seiten und enthält einen Leitfaden für Entscheidungsträger zur Einführung von Systemen zur Sammlung und zum Recycling von Getränkeverpackungen.
 
Die komplette Studie kann hier heruntergeladen werden.


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(ak) 21.06.2011






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