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Tabakhersteller Reemtsma will Werk in Deutschland abgeben
Der Tabakhersteller Reemtsma, laut eigenen Angaben das zweitgrößte Unternehmen im deutschen Tabakmarkt, plant den Rückzug vom Standort Langenhagen bei Hannover. Wie das Unternehmen mitteilt, wolle man das dort betriebene Werk entweder verkaufen oder schließen. Am 1. Oktober 2025 habe man die Belegschaft informiert – nun beginnen Verhandlungen über die Zukunft. 640 Mitarbeiter seien betroffen.
Die Historie des Werkes in Langenhagen in seiner heutigen Form reicht bis ins Jahr 1971 zurück. Produziert werden dort heute klassischen Fabrikzigaretten und Feinschnitttabak ebenso wie Tabaksticks für Tabakerhitzer. Doch laut Unternehmensangaben war die Produktion zuletzt unzureichend ausgelastet und mit hohen Kosten verbunden. Dies ist vor dem Hintergrund weltweit rückläufiger Produktionsmengen im Tabakmarkt zu sehen.
Reemtsma-Eigentümer Imperial Brands mit Hauptsitz in Bristol in Großbritannien hat deshalb die eigene Unternehmensstrategie für die Jahre 2026 bis 2030 erneuert. Teil dessen war auch die Überprüfung des weltweiten Fertigungsnetzwerks. Als Ergebnis trennt man sich nun vom Standort Langenhagen. In Deutschland ist Reemtsma außerdem noch in Hamburg aktiv – dort ist im Stadtteil Bahrenfeld seit 1923 der Sitz der Firmenzentrale auf dem Gelände einer ehemaligen Marzipanfabrik. 730 Mitarbeiter sind dort für das Unternehmen tätig.
Rémi Guillon, Director Supply Chain Europe von Imperial Brands und Mitglied im Reemtsma-Vorstand, erklärt: „Unsere Absicht, die Produktion in Langenhagen einzustellen, ist eine sehr bedauerliche, aber notwendige Entscheidung, um sicherzustellen, dass wir weiterhin in die langfristige Effizienz und Effektivität unseres gesamten Fertigungsnetzwerks investieren können. Rückläufige Volumina, hohe Produktionskosten und herausfordernde regulative Hürden machen ein Produktionsende in Langenhagen leider alternativlos. Trotz dieser Herausforderungen waren die Kolleginnen und Kollegen hier stets sehr engagiert und haben hervorragende Arbeit geleistet. Wir sind uns bewusst, dass diese Entscheidung Besorgnis auslöst, und unsere Priorität ist es, alle betroffenen Kolleginnen und Kollegen in dieser schwierigen Zeit bestmöglich zu unterstützen. Die Konsultationsphase mit dem Betriebsrat wird umgehend beginnen.“
Administrator 02.10.2025


