Umsatzanstieg im stationären Handel setzt sich nach Corona-Tief fort
Die Corona-Pandemie bedeutete deutliche Umsatzeinbuße für den stationären Handel, während der Online-Handel florierte. Seither hat sich der stationäre Handel wieder etwas erholt, während der Online-Handel stagniert - Abb.: IFH Köln
Die Corona-Pandemie bedeutete starke Einschnitte für den stationären Handel. Dies spiegelte sich auch in der Umsatzentwicklung wider. Nachdem 2019 gemäß den Berechnungen vom IFH Köln und der BBE Handelsberatung 130 Mrd. Euro im stationären Handel mit sogenannten innenstadtrelevanten Sortimenten“ umgesetzt wurden, brach dieser Wert 2020 auf 115 Mrd. Euro und 2021 sogar auf 105 Mrd. Euro ein.
Doch in den vergangenen beiden Jahren hat sich der stationäre Handel wieder erholt. So wurden 2022 mit den besagten „innenstadtrelevanten Sortimenten“ 119 Mrd. Euro Umsatz erzielt und in 2023 sogar 120 Mrd. Euro Umsatz. Die Entwicklung zeigt, dass es mit dem Handel trotz bleibender struktureller Herausforderungen zuletzt wieder aufwärts ging. Das Niveau der Vor-Pandemie-Jahre konnte dabei jedoch noch nicht wieder erreicht werden.
Zu den „innenstadtrelevanten Sortimenten“, die die Grundlage für diese Umsatzdaten bilden, zählen: Fashion, Consumer Electronics/Elektro, Freizeit, Drogeriewaren, Wohnaccessoires, Uhren/Schmuck, Papier-/ Büro-/Schreibwaren.
IFH Köln und BBE Handelsberatung haben in ihrer jüngsten Analyse zudem festgestellt, dass sich Passantenfrequenzen im stationären Handel noch nicht wieder auf das Niveau vor der Corona-Pandemie erholt haben. Dazu wurden Daten des Dienstleisters hystreet hinzugezogen, die zeigen: Selbst in den innerstädtischen Top-Lagen gibt es 2024 noch Frequenz-Einbußen, beispielsweise minus 4,2 Prozent (Köln, Schildergasse) bzw. minus 6,8 Prozent (München, Neuhauser Straße) im Vergleich zu 2019 (jeweils erste acht Monate der Jahre).
(wr) 01.11.2024



