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Philip Morris schließt zwei Werke in Deutschland

Weil sich die Nachfrage nach den verschiedenen Produkttypen im Tabak-Segment kontinuierlich wandelt, sieht sich Hersteller Philip Morris International (PMI) zu betrieblichen Anpassungen gezwungen. Bis Mitte 2025 sollen die beiden Werke in Berlin und Dresden geschlossen werden. In der Konsequenz bedeutet dies, dass PMI seine Produkte künftig nicht mehr am Standort Deutschland herstellt.

„Wie andere Unternehmen auch, überprüft Philip Morris International seine Geschäftsprozesse laufend, um die betriebliche Effizienz sicherzustellen“, erläutert Jan Otten, der als Managing Director für beide deutschen Werke verantwortlich ist. „Wir sind uns bewusst, dass schwierige, aber notwendige Entscheidungen getroffen werden müssen, um uns an die aktuellen Marktentwicklungen anzupassen.“

Otten betont auch: "Wir haben den größten Respekt vor der Leistung und dem Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Uns ist bewusst, welche Auswirkungen die Umsetzung der Entscheidung auf sie und ihre Familien haben kann. Unser Fokus wird darauf liegen, alle Betroffenen in dieser schwierigen Phase zu unterstützen. Wir setzen uns voll und ganz für einen sehr kooperativen und vertrauensvollen Ablauf ein."

Bei den Werken, die geschlossen werden sollen, handelt es sich einerseits um die Philip Morris Manufacturing GmbH (PMMG) in Berlin, die derzeit ET produziert, der für die Herstellung von Zigaretten benötigt wird. In den vergangenen Jahren sei die Nachfrage nach Zigaretten in Europa deutlich zurückgegangen, heißt es von Philip Morris. Man erwarte, dass sich dieser Trend in den kommenden Jahren weiter fortsetzen wird. Der Nachfragerückgang wirke sich auf die europäischen Produktionsstätten von PMI für ET aus, weshalb der Hersteller in den vergangenen Monaten die verfügbaren Optionen zur Produktionsanpassung geprüft habe. Als Ergebnis wurde beschlossen, die ET-Produktion im Berliner Werk in der ersten Jahreshälfte 2025 einzustellen.

Zum anderen geht es bei den Schließungen um die f6 Cigarettenfabrik GmbH & Co. KG (f6) in Dresden. Das Werk ist seit 2019 auf die Produktion von OTP spezialisiert, überwiegend für PMIs europäische Märkte. Zu OTP zählt Feinschnitt-Tabak, auch bekannt als Roll-your-own (RYO) oder Make-your-own (MYO). Das ist Tabak, den die Verbraucher in Dosen, Boxen oder als Pouch erwerben. Auch in diesem Segment sei die Nachfrage innerhalb Europas seit Jahren rückläufig, so Philip Morris. Daher plant der Hersteller, die OTP-Produktion im f6-Werk Mitte des Jahres 2025 einzustellen.

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Wolfgang Rakel 30.10.2024