Spontankäufe im Handel nehmen wieder zu
Konsumenten achten beim Einkaufen wieder etwas weniger auf den Preis und tätigen mehr Spontankäufe - Abb.: IFH Köln
Die Konsumentenstimmung bessert sich und die Verbraucher tätigen wieder mehr Spontan- bzw. emotional motivierte Käufe im Handel. Dies sind Ergebnisse einer aktuellen Untersuchung des Marktforschungsinstituts IFH Köln. In Summe führt dies zu einem Umsatzvolumen von 204 Mrd. Euro, das durch spontan oder impulsiv getätigte Käufe generiert wird. Gegenüber Oktober 2023 entspricht dies einem Plus von 23 Mrd. Euro.
In der Studie wurden Konsumenten befragt, ob sie sich eher als rationale/strukturierte Käufer oder als emotionale/spontane Käufer sehen. 35 Prozent zählen sich zu letzterer Gruppe – das sind drei Prozentpunkte mehr als im Oktober 2023. Für den Handel ergäben sich durch weniger Preisfokus und die Zunahme an emotionalen Käufertypen, die sich gerne inspirieren lassen, neue Potenziale, so das IFH Köln.
„Die Krisenstimmung hellt sich auf – langsam, aber dennoch merkbar“, analysiert Prof. Dr. Werner Reinartz von der Universität zu Köln, Autor der Studie. „Das hat natürlich Einfluss darauf, wie, was und wo gekauft wird und was zu Konsumtrends wird. Das sind nicht nur Hypes wie Temu oder Shein, deren zukünftige Bedeutung nun auch von der Politik mit bestimmt werden wird, sondern auch neue Technologien, Nachhaltigkeit und vor allem der „Wow-Faktor“, das Erlebnis.“
(wr) 26.09.2024



