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Axel Springer: Konzern hinter Bild und Welt wird aufgespalten

Axel-Springer-Chef Dr. Mathias Döpfner setzt voll auf Digitalisierung - Foto: Max Threlfall

Axel-Springer-Chef Dr. Mathias Döpfner setzt voll auf Digitalisierung - Foto: Max Threlfall

Der Medien- und Digitalkonzern Axel Springer aus Berlin steht vor einem großen Umbruch: Bis zum Halbjahr 2025 soll der Konzern in mehrere Teile aufgespalten werden. Die Medienangebote (u.a. Bild und Welt) sollen von den Online-Rubrikenmärkten (u.a. Stepstone, ImmoWelt) getrennt. Dadurch erhoffen sich die Gesellschafter bestmögliche Entwicklungschancen für beide Bereiche.

Dazu muss man wissen: Axel Springer gehört vor allem Verlegerwitwe Friede Springer, dem Konzernchef Dr. Mathias Döpfner sowie seit 2019 dem US-amerikanischen Finanzinvestor KKR und dem kanadischen Pensionsfonds CCP Investments. Wenn nun die Medienangebote von den Online-Rubriken-Märkten getrennt werden, sollen erstere vor allem Friede Springer und Mathias Döpfner gehören und letzte den Investoren KKR und CPP.

Unter den Medienangeboten von Axel Springer sind die bekannten Tageszeitungen Bild und Welt sowie Zeitschriften wie Auto Bild, Sport Bild und Computer Bild. Der Konzern hat aber über viele Jahre hinweg vor allem in neue digitale Medien wie Business Insider und Politico investiert. Dort sieht Konzernchef Döpfner auch die Zukunft, da er Anfang 2023 ankündigte, dass Axel Springer ein rein digitales Medienunternehmen werden soll. Was das im Einzelnen für die gedruckten Zeitungen und Zeitschriften bedeutet, blieb unklar.

Im Zuge der nun angekündigten Konzern-Aufspaltung schrieb Döpfner an die Mitarbeiter unter anderem: „Wir wollen noch schneller, noch beweglicher, noch unbürokratischer werden. Wir sind digital und transatlantisch. Aber wir müssen die Rolle von Technologie als kritischen Erfolgsfaktor stärken. Wir müssen die Möglichkeiten von künstlicher Intelligenz schneller und besser als unsere Wettbewerber verstehen und gestalten. Wir müssen uns noch mehr auf den Markt, die Kunden und das Umsatzwachstum konzentrieren als bisher. Denn wir wollen das führende transatlantische Medienunternehmen für digitalen Journalismus und damit verbundene Geschäftsmodelle werden.“

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(wr) 20.09.2024