Prognose: Konsumenten haben wieder mehr Geld für Ausgaben
Die Kaufkraft soll 2024 in Deutschland steigen, ist in den einzelnen Regionen aber sehr unterschiedlich ausgeprägt - Abb.: Acxiom Deutschland GmbH
Die Kaufkraft der deutschen Konsumenten steigt wieder an. Das besagten Analysen des Datendienstleisters Acxiom mit Deutschland-Sitz in Frankfurt am Main und München. Demnach werde die Pro-Kopf-Kaufkraft 2024 je Einwohner bei 26.780 Euro liegen. Gegenüber Vorjahr würde dies ein Plus von 3,7 Prozent bedeuten. Es sei das erste Mal seit, 2021, dass die reale Kaufkraft wieder ansteigt, was bedeute, dass den Menschen in Deutschland wieder mehr Geld zum Ausgeben zur Verfügung stehe.
Optimistisch stimmt die Marktanalysten einerseits eine positive Einkommensentwicklung. Lohn- und Transfererhöhungen habe man in 2023 gesehen und werde man auch in 2024 weiter erleben, was zu einer erneuten Steigerung auf der Lohn- und Einkommensseite führe. Andererseits seien die Belastungen durch hohe Energiepreise gesunken und die Inflationsrate habe abgenommen. Hinzugezogen wurden bei dieser Betrachtung auch Gemeinschaftsdiagnose führender Wirtschaftsinstitute, wie es von Seiten der Analysten heißt.
Im Vergleich der Bundesländer wurde für Bayern die höchste Pro-Kopf-Kaufkraft ermittelt, gefolgt von Hamburg und Baden-Württemberg und Hessen. Am unteren Ende der Liste stehen Sachsen-Anhalt, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern. Im Detail sieht die für 2024 prognostizierte Pro-Kopf-Kaufkraft in den einzelnen Bundesländern wie folgt aus:
- Bayern: 28.977 Euro
- Hamburg: 28.931 Euro
- Baden-Württemberg: 28.627 Euro
- Hessen: 27.849 Euro
- Rheinland-Pfalz: 27.297 Euro
- Schleswig-Holstein: 27.038 Euro
- Niedersachsen: 26.515 Euro
- Saarland: 26.481 Euro
- Nordrhein-Westfalen: 26.234 Euro
- Brandenburg: 25.337 Euro
- Berlin: 24.643 Euro
- Sachsen: 23.957 Euro
- Thüringen: 23.810 Euro
- Sachsen-Anhalt: 23.772 Euro
- Bremen: 23.741 Euro
- Mecklenburg-Vorpommern: 23.312 Euro
Wolfgang Rakel 13.09.2024


